Vipassana Retreats

Bereits seit 2008 bieten wir regelmäßig 10- und 4-tägige Vipassana-Retreats in Stille an. Darüberhinaus findet ein Mal jährlich eine Familienwoche statt.

Seminarort: 

Haus Tabor
Am Marienberg 5
56179 Vallendar

Hier gelangst du zu den Vipassana Terminen.

Vipassana oder Einsichtsmeditation wird von verschiedenen Schulen und Lehrern auf unterschiedliche Weise unterrichtet.

Vipassana bei Adriaan van Wagensveld (AvW) kennzeichnet sich durch:

  • Persönliche Begleitung.
  • Eine Umgebung, in der für all deine Bedürfnisse gesorgt ist.
  • Eine hohe selbstbestimmte Freiheit, deine Körperstellungen zu verändern.
  • Persönliche Anweisungen, auf die einzelnen Übenden und jede Gruppe neu abgestimmt.
  • Einbindung eines bewussten, langsamen Übergangs von Stille zu Reden. In einem geschützten Rahmen wird das miteinander Reden wieder „geübt“. Damit wird Einsichtsmeditation nicht nur eine Praxis in einem Retreat, sondern zu einer alltagstauglichen Praxis.
  • Vipassana bei AvW zeichnet sich besonders dadurch aus, dass Buddhas kompletter Vortrag über Achtsamkeitspraxis (das Satipatthana Sutta) geübt und Vipassana nicht auf einige Übungen reduziert wird.
  • Auch kannst du dich darauf verlassen, dass nur das Sattipatthana Sutta geübt wird. Es werden keine anderen Techniken und Erfahrungen im Seminar eingemischt.
  • Alle Seminare werden von Adriaan van Wagensveld persönlich geleitet.

Mit jedem neuen Teilnehmer wird mit deiner Anmeldung zum 10-tägigen Retreat ein telefonisches Vorgespräch geführt.

Im Retreat gibt es nach Bedarf, wenn hilfreich auch jeden Tag, Gelegenheit für ein kurzes persönliches Gespräch mit dem Seminarleiter. “Hast du alles was du brauchst? Was bist du am Üben? Hast du Fragen?” So weißt du, dass du auf dem richtigen Weg bist und so ist es möglich, dir persönliche Anweisungen zu geben und im Saal die Übungen besser auf dich ab zu stimmen.

Seminarleiter Adriaan van Wagensveld ist den ganzen Tag mit den Teilnehmern im Saal und leitet persönlich durch den ganzen Tag.

Du bekommst deinen eigenen grosszügigen Platz zum Üben. Eine Yogamatte, dahinter eine halbe Schafffellmatte und ein Kissen als Ort zum Sitzen. Dies ist auch Raum für einen Stuhl oder sogar einen Sessel.

Du kannst diesen Platz so gestalten, wie es für dich am hilfreichsten ist. Auch bekommst du deinen eigenen Tisch zum Essen im Speisesaal. Diese beide Plätze formen dein Universum, sie werden nicht einmal von den Seminarleitern betreten.

Teilnahme ist nur im Einzelzimmer möglich.

Es gibt drei vegetarische Mahlzeiten pro Tag. Sie sind gekennzeichnet von einer weiten Möglichkeit, dein Essen selber zu gestalten. Den ganzen Tag stehen dir Obst, Nüsse, Tee und heißes Wasser zur Verfügung. Ab und zu etwas Süßes und wenn du irgendetwas brauchst was nicht da ist, reicht ein Zettelchen, um dies anzugeben. Wenn einigermaßen möglich, werden wir es dir besorgen. Nach Absprache können wir auch auf Allergien, Unverträglichkeiten oder Diäten eingehen. Auch Kaffee ist auf Wunsch vorhanden. Für Raucher gibt es einen Platz im Außenbereich.

Wo in vielen Meditationsretreats darauf gedrungen wird, so lange wie möglich bewegungslos auch durch starke Schmerzen hindurch zu sitzen, ist unser Herangehen der Weg über die Entspannung. Du kannst auf deiner Yogamattte, deinem Sitzplatz, Stuhl oder Sessel die Körperstellungen einnehmen, die es dir am einfachsten machen, entspannt bei der Übung zu verweilen. Es ist unsere Erfahrung, dass dies nicht zu mehr Unruhe im Meditationssaal führt sondern eher zu Stille. Das ruhige und leise Verändern einer über das Maß hinaus unangenehm gewordenen Körperstellung, bringt dem Übenden wieder Ruhe und formt eine weniger große Störung für die Anderen, als das heimliche Leiden von Jemandem, der sich trotz großer Schmerzen nicht traut, sich zu bewegen.

Zweimal pro Tag gibt es wenigstens eine Stunde zunächst geführte Bewegungen und Körperstellungen (Yoga-Asana’s), später ein freies Üben. Es ist jedoch für deine Teilnahme nicht nötig, Erfahrung mit Asanapraxis/Yoga zu haben. Das Satipatthana Sutta schreibt vom “Üben in Körperstellungen und Handlungen”, es schreibt vom “Beugen und Strecken der Glieder”. Es ist also egal ob und welchen Yogastil du übst, oder ob du im Thai Chi, Qi Gong, Karate, Feldenkreis, Pilates oder Gymnastik zu Hause bist. Deine Bewegungspraxis ist keine Unterbrechung oder ein Pausenprogramm, sondern direkt das Üben des Vortrags des Buddha.

Einmal pro Tag gibt es eine Stunde für Gehmeditation im Freien. Anfangs gemeinsam und angeleitet. Nach einigen Tagen frei, jedoch noch immer mit Anweisungen wie du erfolgreich üben kannst.

Wenn du so müde bist, dass du schlafen kannst, kannst du über das ganze Retreat immer wieder in dein Bett gehen, um zu schlafen. Aber nur, so lange du tatsächlich schlafen kannst. Das Seminar hat keine Pausen. Du versuchst, so viel wie möglich im Saal zu üben. Bist du wach, übst du im Saal.

Nach jeweils 53 Minuten folgen 7 Minuten für persönliche Bedürfnisse. Etwas essen oder trinken, Toilettenbesuch, frische Luft oder die Beine strecken. Jeder hat im Zimmer seine eigene Dusche/Toilette. Es gibt aber auch nah am Meditationssaal öffentliche Toiletten.

Jedes Vipassanaretreat verläuft anders.

Wie die einzelnen Übenden und die Gruppe durch die verschiedenen Übungen von Buddha’s Vortrag geleitet werden, ist jedes mal aufs Neue von den Umständen abhängig.

Nach dem Leiten von über 40 10Tage-Retreats und 36 Jahren Meditationserfahrung verfügt Adriaan van Wagensveld über eine Fülle an Instrumenten.

Das Bestreben ist es, jedes Seminar neu jedem Teilnehmer, jeder Teilnehmerin den ganzen Vortrag verständlich erfahrbar zu machen. Wenn es einzelnen Übenden durch ihre Umstände nicht möglich ist zu folgen, bekommt dieseR Übende auf seine Bedürfnisse und Möglichkeiten abgestimmte Übungen, damit auch er/sie maximalen Nutzen von seiner/ihrer Zeit hat.

Vipassana ist eine Alltagspraxis.

Die Periode von Stille ist ein Hilfsmittel, um zur Einsicht zu kommen und um im Alltag verweilen zu können in der reinen Betrachtung von das was wirklich aufkommt, eine Weile da ist und wieder vergeht. Das heißt, dass ein Meditationsretreat nicht mit dem Abbrechen der Stille endet, dem dann zeitnah die Abreise folgt. Das Satipatthana Sutta spricht vom Üben “im Reden und im Schweigen”. In einem 10-Tage-Retreat bei Buddhayoga sind üblicherweise die ersten sieben ganzen Tage in kompletter Stille. Nicht Reden, nicht Lesen, nicht Schreiben, kein Augenkontakt. Die folgenden zwei Tage wird dann allmählich das Übungsfeld erweitert auf zunächst Schreiben, Augenkontakt, Vergangenheit und Zukunft, dann Reden/Zuhören, später Alltagsgeschwindigkeit, Alltagsthemen und Alltagskomplexität. Bis am letzten Abend ein Zusammensein unter den Teilnehmern heitere und freudvolle und vielleicht auch weniger ruhige Momente kennt. Und immer kehren wir wieder zurück in die Stille, die du in den Tagen vorher aufgebaut hast. So werden Wege erlernt, die Tiefe vom Vipassana im Alltag zu erfahren und immer wieder neu aufzubauen.

Die Übende kann erst abreisen, wenn sie/er wieder in ihrem/seinem Alltagsgeist angekommen ist. Es ist unsere Erfahrung, dass der Übergang von intensiver Meditation zum Alltag nicht immer reibungslos verläuft. Die vielleicht nicht mit Meditation bekannte/n Familie oder Freunde, sind nicht unbedingt die geschicktesten Partner, um die Brücke von Meditation hin in den Alltag zu legen. Auch deshalb machen wir diesen Alltagsübergang als Teil des Retreats gemeinsam.